Ideas Club ist ein lebendiger, studierendenzentrierter Raum, in dem Neugier auf Zusammenarbeit trifft. Jedes Jahr bringen wir Studierende aus der gesamten EUTOPIA-Allianz zusammen, um reale Themen der öffentlichen Politik zu erforschen, Forschungs- und Debattierfähigkeiten zu entwickeln und eine internationale Gemeinschaft von Kolleg/innen und Mentoren aufzubauen. Durch Simulationen, Workshops und kollaborativen Dialog verwandelt Ideas Club große Fragen in gemeinsames Lernen – und gemeinsames Handeln.
Was ist der EUTOPIA Ideas Club
Der Ideas Club ist eine mehrsprachige Debatten- und Simulationsinitiative, geleitet von Studierenden der
EUTOPIA-Allianz, die europäische Identität und inklusive Staatsbürgerschaft fördert. Ziel ist es, das Bewusstsein für europäische Werte zu schärfen, indem interkulturelles Verständnis und partizipativer Dialog über Grenzen hinweg gefördert werden.
Die diesjährige Ausgabe (2025) im Überblick
Die dritte Ausgabe, die von der Universität Ljubljana an der juristischen Fakultät ausgerichtet wurde, brachte 30 Studierende von allen EUTOPIA-Partneruniversitäten zusammen. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit der EUTOPIA Connected Community – Working with University Students for Inclusion, Solidarity and Citizen Participation in the EU organisiert und bot eine ausgewogene Kombination aus akademischer Tiefe und praktischem, kollaborativem Lernen.
Zentrale Themen: Asylpolitik, Migration, Inklusion und Solidarität innerhalb der Europäischen Union.
Programmzeitplan
- September (online): Die Teilnehmer/innen erhielten Rollen als Mitgliedstaaten des Europarats und entwarfen Positionspapiere, die die Perspektive jedes Landes zu den Hauptthemen widerspiegelten.
- Persönliches Treffen in Ljubljana: Die Studierenden präsentierten ihre Positionen und nahmen
an einer Übungsverhandlung teil, die darauf abzielte, eine qualifizierte Mehrheit bei gemeinsamen politischen Zielen zu erreichen – was echte Entscheidungsprozesse in der EU widerspiegelt. Das Programm kombinierte strukturierte Sitzungen mit informellen Momenten, von energiegeladenen Kaffeepausen bis zu einem unterhaltsamen Quizabend, der darauf ausgelegt war, die Bindungen zwischen den Teilnehmern zu stärken.
Bemerkenswerte Elemente
- Verhandlungssimulation: Die Studierenden vertraten die Bundesstaaten, entwarfen Positionspapiere, bildeten Koalitionen und übten die Kunst des Konsenses.
- Forschungsbasiertes Lernen: Ein praxisorientierter Workshop erläuterte die Schritte eines Forschungswegs (einschließlich der Promotion) und stellte Möglichkeiten zur Nutzung von EU-Gesetzgebungsressourcen vor.
- Workshop zur Transparenz: Eine spezielle Sitzung befasste sich mit Transparenz in der europäischen Entscheidungsfindung und der Rolle der Europäischen Kommission, des Rates und des Parlaments und verknüpfte diese Institutionen mit den Rechten und Pflichten europäischer Bürgerinnen und Bürger.
- Inklusions- und Diversitätsquiz: Veranstaltet vom Amt für Inklusion und Vielfalt der Universität Ljubljana.
- Studierendendebatte: Gemischte Teams, bestehend aus Studierenden verschiedener
Universitäten, behandelten komplexe Themen – Geschlechterapartheid, Migration, Inklusion – mit Schwerpunkt auf kritischem Denken und respektvollem Dialog.
- MUN + Kahoot! – Präsentationen: Eine interaktive Sitzung verglich die Tradition des Model UN zwischen Universitäten und inspirierte Ideen für zukünftige gemeinsame Kooperationen.
Studierendenerfahrung
Erste Schritte in der Politik: Verhandlungssimulation
Die Teilnehmer/innen beteiligten sich an europäischen Verhandlungen, lernten, wie nationale Interessen formuliert werden, wie Allianzen aufgebaut und wie Entscheidungen getroffen werden. Die Ausarbeitung der Positionspapiere und deren Präsentation im Plenum förderten ihr Selbstvertrauen, ihre
Klarheit und Diplomatie. Viele stellten fest, dass die wertvollsten Ideen in informellen Diskussionen – bei Kaffee oder Mittagessen – entstanden und die menschliche Seite des Entscheidungsprozesses widerspiegelten.
Erworbene Fähigkeiten: evidenzbasierte Argumentation, Koalitionsbildung, klares Schreiben, öffentliches Reden und konstruktive Kompromisse.
Forschung in der Praxis
Geleitet von jungen Forschenden durchliefen die Studierenden die Phasen des gesamten
Forschungsprozesses – von der Fragestellung über die Identifikation von Quellen bis hin zur Entwicklung von Vorschlägen. Sie erkundeten EU-Gesetzgebungsportale und Datenbanken und lernten konkrete Methoden zur praktischen Anwendung der Theorie. Gespräche mit Doktorand/innen lieferten Einblicke in Forschungskarrieren im In- und Ausland und inspirierten neue Ideen für zukünftige Dissertationen.
Erworbene Fähigkeiten: Identifikation von Literatur, Bewertung von Quellen, Forschungsdesign und Entwicklung akademischer Netzwerke.
Workshops und Lernen jenseits der Diskussion
Der Workshop zur Transparenz in der europäischen Entscheidungsfindung half den Teilnehmer/innen zu verstehen, wie Vorschläge zwischen Kommission, Rat und Parlament zirkulieren und was Transparenz und Zugang zu Informationen für die Bürger/innen bedeuten. Das Inklusions- und Diversitätsquiz, organisiert von der Universität Ljubljana, fügte dem Lernen und dem Aufbau des Teamgeistes eine spielerische und interaktive Dimension hinzu.
Debatte als Dialog
In einem kooperativen Umfeld bauten gemischte Teams Argumente zu aktuellen gesellschaftlichen Themen auf. Die Vorbereitung und das Feedback zwischen den Kolleginnen und Kollegen legten Wert auf Zuhören, Nuancen und Belege der Aussagen in der Forschung. Das Debattenmodell zielte darauf ab, aus vielfältigen Perspektiven zu lernen, statt aus Konkurrenz.
Erworbene Fähigkeiten: kritisches Denken, Argumentationsstruktur, interkulturelle Kommunikation und konstruktive Reflexion.
Gemeinschaft, Spiel & Mitgliedschaft
Ein energiegeladener Quizabend brachte die Gruppe der Teilnehmer/innen zusammen. Gemischte Teams und abwechslungsreiche Runden hielten die Atmosphäre dynamisch und verbanden Spaß mit dem Lernen über Europa und internationale Beziehungen. Organisierte Pausen und Mahlzeiten schufen informelle Räume für Entspannung, Verbindung und dauerhafte Freundschaften.
Was die Studierenden schätzten:
- Eine offene und einladende internationale Gemeinschaft
- Ein ausgewogenes Programm – konsistent, aber nicht überwältigend
- Raum für akademische Konzentration und entspannte Interaktion
Auswirkungen
Ideas Club 2025 half den Studierenden:
- Theorie in der Praxis durch realistische Simulationen der öffentlichen Politik anzuwenden
- Die europäische Entscheidungsfindung aus mehreren nationalen Perspektiven zu verstehen
- Sich mit forschungsorientierten Karrierewegen vertraut zu machen
- Vertrauen in öffentliches Reden, Verhandeln und internationaler Zusammenarbeit zu gewinnen
- Ein Netzwerk von Kolleg/innen aus der gesamten EUTOPIA-Allianz zu bilden
Blick in die Zukunft
Die Veranstaltung endete mit der Einführung eines kollaborativen Berichts der Studierenden, in dem sie die Schlussfolgerungen und gewonnenen Erkenntnisse zusammenfassten. Basierend auf dem erhaltenen Feedback will der Ideas Club vor der Veranstaltung klarere Anweisungen geben (z. B. zum Entwurf von Positionspapieren und Debatten), die Simulation und Abstimmungsregeln vereinfachen und kleine Verbesserungen – wie informativere Abzeichen – hinzufügen, um die Interaktion zwischen den Teilnehmern zu erleichtern.
Mach mit! Wenn Ihr neugierig auf europäische Politik, Forschung oder internationale Zusammenarbeit seid, bietet Euch der Ideas Club die Möglichkeit, Ideen zu lernen, Ideen auszuprobieren und Freundschaften über Grenzen hinweg zu schließen.
